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Maibummel der Männerriege vom 5. Mai 2019 (Sursee/Sempach)

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Bei winterlichen Temperaturen begrüssten Oliver Rothhaupt als Reiseleiter und der Vereinspräsident, Matthias Iberg, die 29 Männerturner am Bahnhof in Aarau. Das erste Ziel war Sursee. Sursee hiess übrigens auch der Sempachersee in alten Zeiten. Man erwärmte sich im Café Weibel bei Kaffee und leckerem Backwerk. Doch in die Gemütlichkeit der sonntäglichen Ruhe platzte die schlimme Nachricht, dass im Städtchen eine Bombe in einem Koffer versteckt sei und dass sofort gehandelt werden müsse. Rasch bildeten sich drei Grüppchen beherzter Männerriegler, ausgerüstet mit Smartphones, welche dank der Hilfe eines „Professors“ die Suche des gefährlichen Objektes aufnehmen konnten. Es galt verschiedene dubiose Verstecke in der Altstadt per Kompass ausfindig zu machen und mit neuen Handy-Codes versehen, die Fährte weiter zu verfolgen. Dank akribischer Detektivarbeit gelang es einer Gruppe, den passenden Schlüssel des Koffers aufzufinden und im letzten Augenblick die schon rauchende Bombe gottseidank zu entschärfen.

Unterdessen hatten sich die restlichen Kameraden zur Stadtmitte begeben, wo vor dem wehrhaften und stattlichen Rathaus der Stadtführer, Emil Scherrer, zu einem Stadtrundgang bereit stand. Dieses Gebäude war sowohl Rathaus, wie auch Warenumschlagplatz, eine Sust, des alten Handelsweges Basel – Gotthard – Italien und zugleich auch eine Marktlaube. Ein besonderes Juwel war die Ratsstube des Grossen Rates mit ausgesuchten barocken Möbeln, einer Renaissance – Kassettendecke und den Wappenscheiben der 13 Alten Orte. Auf dem weiteren Rundgang begegnete man den ehemaligen Schaffnereien der Klöster St. Urban, Muri und Einsiedeln, der Mühle am Suhrenkanal in der malerischen Unterstadt und dem Diebs- und Hexenturm. Hätten Sie gewusst, dass der Theologe Hans Küng oder der verstorbene Bischof von Basel, Otto Wüst, oder der Fussballer Haris Seferovic in Sursee geboren und aufgewachsen sind?

Zum Mittagessen trafen sich die Bombensucher und die Stadtbesucher im Restaurant El Mosquito, wo man mit mexikanischen Spezialitäten verwöhnt wurde.

Danach brach man zur Wanderung auf. Am untern Seeende wartete der Gruppe als Überraschung noch ein Kaffeehalt im Freien mit feinem Kuchen. Herzlichen Dank an Ueli Geier für die Begleichung der offenen Zeche. Bedrohliche Regenvorhänge und ein kalter Wind liessen nichts Gutes vermuten. Die Route führte am rechten Seeufer nach Süden zum Dorf Eich, dann über den Chilchbühl nach Sempach. Doch immer öfter konnte sich die Sonne durchsetzen und der Blick schweifte über die weite Seefläche zu den schneebedeckten Hügeln am Westufer.

Nach diesem Ausflug ins Luzerner Vorland kehrte man zum Zvieri im „La Toretta“ beim Luzerner Tor ein. Auch Sempach ist wie Sursee ein gut erhaltenes mittelalterliches Städtchen, wo man sich noch gerne umgesehen hätte. Doch nun war es Zeit zur Heimfahrt. Dem Reiseleiter Oliver Rothhaupt sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt für seine Vorbereitungen und diesen gelungenen Maibummel.

Bruno Zeller