Turnfest 2026 in Seengen
Schmieren und Salben hilft allenthalben – oder braucht es doch noch einen Joker?
Uns half weder Schmieren noch Salben. Wahrscheinlich sollte wir, während der Wintermonate einen Workshop «Schmieren und Salben vor und nach dem Training» unter der Leitung von Rolf Wernli alias Salbeli durchführen. Denn in den Trainingswochen wurde fleissig gestöhnt, gejammert und diskutiert, welches Mittel wohl am besten gegen die Blessuren hilft.
Schliesslich zeigte sich: Die Rosssalbe wirkt am besten. Leider kam diese Erkenntnis für Chregu Haus etwas zu spät. Er fiel im letzten Training wegen einer Muskelzerrung aus, sodass Sven gezwungen war, Urs Blattner (Chrüsi) als Edeljoker aufzubieten.
Pünktlich am Samstagmorgen, dem 20. Juni, erschien Chrüsi cool und abgebrüht an der Bushaltestelle Kreuz. Ist ja nicht sein erstes Turnfest. Und so machte sich die bunt gemischte Gruppe aus Frauen und Männer mit Bus und Zug auf den Weg an den Hallwilersee zum Turnfest Seengen. Dabei erhielt Chrüsi nochmals ein kurzes Briefing zur Lauf- und Wurfrichtung im Street Racket.
Ja, ihr habt richtig gelesen, Frauen und Männern. Es ist auch kein Schreibfehler den dieses Jahr starteten wir erstmals zusammen mit dem STV 35+ und der Volleyball-Riege als MR / STV Mixed zum Vereinswettkampf Frauen /Männer 3-teilig.
Die MR startete zusammen mit den drei Frauen Claudia, Susi und Sybille in den Disziplinen Fit & Fun 1 bis 3 jeweils im Spiel 1 und 2. Der STV startet mit der Schulstufenbarren, Fachtest - Volleyball, Steinheben und Steinstossen.
Pünktlich um 10.48 Uhr ging es los mit dem ersten Teil. Das Wetter war gut, zu gut den es waren 35- 36°C im Schatten angesagt. Aber da auf dem Wettkampfplatz bekanntlich kein Schatten vorhanden ist, war es noch heisser. Wir können es der Hitze zuschreiben, dass wir im Fussball – Stab eine mässige Leistung gezeigt haben, dies ist aber leider nicht die ganze Wahrheit, aber eine gute Ausrede. Mit jeweils zwei 10ner im Reif-Ball konnten wir diese Teilnote noch ein wenig auf 8.31 aufpolieren.
Nachdem wir unsere Wunden geleckt und uns mental und physisch auf den zweiten Teil vorbereitet hatten, starteten wir pünktlich um 12.00 Uhr zum Brett- Moosgummi bei dem sich Rolle (Rv7) so verausgabte, dass er danach fast kollabierte. Danke Rolle für Deinen herausragenden Einsatz.
Mit 8.4 war die zweite Runde Fit & Fun nicht die schlechteste, aber half auch nicht die Note wesentlich zu verbessern und so lag die ganze Hoffnung der MR eine einigermassen ansprechende Teilnote zu erreichen auf dem dritten Teil.
Am Edeljoker (danke Chrüsi für deinen spontanen Einsatz) lag es nicht, dass auch im dritte Fit & Fun-Teil nicht alles am Schnürchen (Note 7.83) lief, so dass es nun am STV lag unser durchzogenen Leistungen aufzupolieren.
Um 15.12 Uhr startete der STV mit dem Fachtest -Volleyball in den Wettkampf und lieferte mit der Teilnote 9.51 gleich eine beeindruckende Leistung ab. Eine halbe Stunden verspätet um 15.30 Uhr starteten die STV Frauen 35+ mit dem SSB. Leider gelang ihnen auch nicht alles perfekt, wobei dass nur ein geschultes Auge feststellen konnte.
Es war immer noch 35°C im Schatten, als der STV um 16.20 Uhr zum Steinheben und um 17.24 Uhr Steinstossen antraten. Mit den hervorragenden Noten 8.9 im Steinheben und 9,61 im Steinstossen schlossen wir den Wettkampfteil ab und so konnten wir im Schatten eines Baumes mit Bier und Wein spendiert von Chregu Haus (Danke Chregu), auf unseren gemeinsame Wettkampfteilnahme anstossen.
Nach dem gemeinsamen Abendessen und den Ausflug in den Hallwilersee wurde noch bis in die Nacht gefeiert.
Mit den drei Teilnoten aus Wettkampfteil 1 (FF1, FTV, SSB) 8.67, Wettkampfteil 2 (FF2, STH) 8.56 und Wettkampfteil 3 (FF3, STS) 8.32 erreichten wir mit der Gesamtnote 25.55 den 27 Rang von 41 Teilnehmer der Stärkeklasse 1.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Trainerinnen und Trainer für ihren grossartigen Einsatz, ihre Unterstützung und die viele Zeit, die sie in uns investieren. Durch ihre Motivation und Begleitung haben sie diese gelungene Premiere möglich gemacht. Auch wenn es beim Wettkampf nicht ganz nach Wunsch lief, war es ein besonderer Anlass, der unsere Turnerfamilie noch enger zusammengeschweisst hat. Wir freuen uns darauf, gemeinsam weiterzumachen und noch viele weitere solche Erlebnisse zu schaffen.
Willi